Amphibien
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Amphibien
Was sind Amphibien?
Amphibium, das kommt aus dem griechischen und heißt
etwa soviel wie "zweifaches Leben". Das soll nicht heißen, daß
Amphibien mehrere Leben haben, sondern daß sie auf zwei verschiedene
Arten ihr Leben führen.
Wer kennt sie nicht, die glibberigen Ballen im Tümpel,
die Kaulquappen, die von Frühjahr bis Sommer in allen möglichen
Gewässern herumwuseln?
Amphibien sind die am einfachsten entwickelten Wirbeltiere.
Sie sind zudem die Nachkommen von ganz ähnlichen Lebewesen, die vor
etwa 370 Millionen Jahren den Schritt an Land gewagt haben. Die Gruppe
der Amphibien wird unterteilt in Blindwühlen (Gymnophiona), Schwanzlurche
(Urodela) und Froschlurche (Anura). Zu letzteren zählen Frösche,
Unken und Kröten, zu den Schwanzlurchen Molche und Salamander.
Amphibien sind weit über den Globus verbreitet und
habe sehr verschiedene Überlebenstricks entwickelt. Sogar in der Arktis,
wo der Boden nur kurze Zeit frostfrei wird gibt es Kröten.
Leben und Entwicklung
Während ihres "zweifachen" Lebens machen die Amphibien
eine unglaubliche Umstellung ihres Körpers durch: Aus Kaulquappen,
die im Wasser leben, mit Kiemen atmen und Pflanzenteile fressen werden
landlebende Insektenfresser.
Zunächst schlüpfen die Kaulquappen als kleine,
wurmartige Tierchen mit äußeren Kiemenbüscheln. Sie ernähren
sich in den ersten Tagen von der gallertartigen Masse, in die sie vor dem
Schlüpfen eingebettet waren. Dann werden die äußeren Kiemen
zurückgebildet, innere entwickeln sich. Nun tritt auch die typische
Kaulquappenform in Erscheinung: Der ganze Körper ist fast rund, mit
dem langen Schwanz bewegen sie sich fort. Die Kaulquappen fressen jetzt
Pflanzenteile und Algen. Nach mehreren Wochen kommen die Hinterbeine langsam
hervor, schließlich auch die Vorderbeine. Jetzt können die Tiere
auch schon Luft atmen und verlassen bald das Wasser. Der Ruderschwanz wird
nach und nach zurückgebildet - fertig sind die Mini-Frösche,
die jetzt kleine Insekten fressen.
Molche machen eine ähnliche Entwicklung durch: Sie
schlüpfen, behalten aber ständig ihre äußeren Kiemenbüschel,
bilden Hinter- und Vorderbeine aus. Sie fressen Froschlaich und kleine
Wassertiere und Kaulquappen. Bevor sie das Wasser verlassen, stellen sie
ihren Körper wie die Froschlurche auf Lungenatmung um.
Wanderung
Die meisten einheimischen Arten verbringen Winter- und
Sommerzeit abseits vom Laichgewässer. Ihre Wanderung dorthin beginnen
sie etwa Ende Februar bis Mitte März. Die Grasfrösche sind die
ersten, leider werden deswegen ihre Eier oftmals von Frost beschädigt.
Grasfrösche suchen sich flache Stellen von Gewässern oder
- leider oft zu kleine - Pfützen für ihre Fortpflanzung. Dort
werden. Den Grasfröschen folgen die Molche, denn die und ihre Larven
fressen sich ersteinmal am Froschlaich satt. Schließlich, wenn der
Boden warm genug ist kommen auch die Erdkröten, diese sind im Gegensatz
zu ihren "Vorgängern" wirklich ortstreu: Sie laichen in dem Gewässer
wieder ab, indem sie selbst geboren sind. Nach der Balzzeit ziehen die
Tiere ab in ihre Sommerquartiere und überlassen ihren Nachwuchs sich
selbst. Die Jagdgebiete liegen auch in Gewässernähe, da Amphibien
auch durch die Haut atmen und diese entsprechend feucht halten müssen.
Außerdem sind Amphibien wechselwarm, was erklärt,
warum die Bodentemperatur so wichtig für die Kriechtiere ist.
Einheimische Arten
In Mitteleuropa kommen 26 Arten vor, in Deutschland 14
davon. In der Gemarkung Krofdorf-Gleiberg trifft man vor allem Berg- und
Teichmolch, Wasser-, See- und Grasfrosch und die Erdkröte an. Desweiteren
kommen Feuersalamander, Kammolch, Geburtshelferkröte (das Männchen
trägt die Eier bis zum Schlüpfen der Larven auf dem Rücken),
Gelbbauchunke und Kreuzkröte vor. Der Laubfrosch - noch vor etwa dreißig
Jahren an kleinen Tümpeln und Quellen am Gleiberghang anzutreffen
- ist aufgrund des Lebensraumverlustes ausgestorben.
Giftig ?!?
Giftig sind unsere einheimischen Amphibien eigentlich
nicht. Nur Kröten und Salamander sondern ein schwaches Sekret über
Drüsen in der Haut ab, damit sie von anderen Tieren nicht so gerne
gefressen werden. Gefährlich ist das nicht, man sollte sich aber dennoch
nach einem Kontakt die Hände waschen, denn in die Augen gerieben brennt
das Sekret sehr stark.
Und doch gibt es auch Arten, deren Sekret tödlich
giftig ist. Aber keine Angst, bei uns trifft man diese Gesellen höchstens
im Terrarium an. Es handelt sich um die verschiedenen Arten von Baumsteiger-
und Pfeilgiftfröschen, die im tropischen Regenwald leben. Aber sie
warnen durch ihre leuchtenden Farben vor einer Berührung mit ihnen.
Eine Injektion des Pfeilgiftes Curare bewirkt einen schnellen Lähmungstod.
Die Ureinwohner des Regenwaldes machen sich das Gift der Frösche für
die Jagd zunutze, indem sie mit Pfeilspitzen über die Haut der Amphibien
streichen. Daher der Name "Pfeilgiftfrösche".
Schutz
Alle einheimischen Amphibienarten stehen unter Naturschutz,
viele von ihnen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. Nicht nur
deswegen, sondern vielmehr weil Amphibien als relativ empfindliche Tiere
die Qualität der Natur anzeigen. Man bezeichnet sie wegen ihrer Signalfunktion
auch als "Indikatoren".
Um eine vorhandene Population, die bei ihrer Wanderung
aber eine Straße überqueren muß, aufrecht zu erhalten,
greift der Mensch ein: Amphibienzäune versperren den Tieren den Weg
zu ihrem Laichgewässer auf der anderen Straßenseite. Die Amphibien
können nun entweder durch angelegte Tunnel, die aber spezielle bauliche
Gegebenheiten aufweisen müssen, weiterziehen oder sie fallen in eingegrabene
Eimer. Diese werden dann morgens - wie am "Weiher Hirschsprung"- von Amphibienschützern
kontrolliert und die Tiere werden auf die andere Seite gebracht. Dabei
bietet sich natürlich eine Zählung der Tiere an, so können
leichter und genauer die Veränderungen des Bestands festgestellt werden.
Amphibium, das kommt aus dem griechischen und heißt
etwa soviel wie "zweifaches Leben". Das soll nicht heißen, daß
Amphibien mehrere Leben haben, sondern daß sie auf zwei verschiedene
Arten ihr Leben führen.
Wer kennt sie nicht, die glibberigen Ballen im Tümpel,
die Kaulquappen, die von Frühjahr bis Sommer in allen möglichen
Gewässern herumwuseln?
Amphibien sind die am einfachsten entwickelten Wirbeltiere.
Sie sind zudem die Nachkommen von ganz ähnlichen Lebewesen, die vor
etwa 370 Millionen Jahren den Schritt an Land gewagt haben. Die Gruppe
der Amphibien wird unterteilt in Blindwühlen (Gymnophiona), Schwanzlurche
(Urodela) und Froschlurche (Anura). Zu letzteren zählen Frösche,
Unken und Kröten, zu den Schwanzlurchen Molche und Salamander.
Amphibien sind weit über den Globus verbreitet und
habe sehr verschiedene Überlebenstricks entwickelt. Sogar in der Arktis,
wo der Boden nur kurze Zeit frostfrei wird gibt es Kröten.
Leben und Entwicklung
Während ihres "zweifachen" Lebens machen die Amphibien
eine unglaubliche Umstellung ihres Körpers durch: Aus Kaulquappen,
die im Wasser leben, mit Kiemen atmen und Pflanzenteile fressen werden
landlebende Insektenfresser.
Zunächst schlüpfen die Kaulquappen als kleine,
wurmartige Tierchen mit äußeren Kiemenbüscheln. Sie ernähren
sich in den ersten Tagen von der gallertartigen Masse, in die sie vor dem
Schlüpfen eingebettet waren. Dann werden die äußeren Kiemen
zurückgebildet, innere entwickeln sich. Nun tritt auch die typische
Kaulquappenform in Erscheinung: Der ganze Körper ist fast rund, mit
dem langen Schwanz bewegen sie sich fort. Die Kaulquappen fressen jetzt
Pflanzenteile und Algen. Nach mehreren Wochen kommen die Hinterbeine langsam
hervor, schließlich auch die Vorderbeine. Jetzt können die Tiere
auch schon Luft atmen und verlassen bald das Wasser. Der Ruderschwanz wird
nach und nach zurückgebildet - fertig sind die Mini-Frösche,
die jetzt kleine Insekten fressen.
Molche machen eine ähnliche Entwicklung durch: Sie
schlüpfen, behalten aber ständig ihre äußeren Kiemenbüschel,
bilden Hinter- und Vorderbeine aus. Sie fressen Froschlaich und kleine
Wassertiere und Kaulquappen. Bevor sie das Wasser verlassen, stellen sie
ihren Körper wie die Froschlurche auf Lungenatmung um.
Wanderung
Die meisten einheimischen Arten verbringen Winter- und
Sommerzeit abseits vom Laichgewässer. Ihre Wanderung dorthin beginnen
sie etwa Ende Februar bis Mitte März. Die Grasfrösche sind die
ersten, leider werden deswegen ihre Eier oftmals von Frost beschädigt.
Grasfrösche suchen sich flache Stellen von Gewässern oder
- leider oft zu kleine - Pfützen für ihre Fortpflanzung. Dort
werden. Den Grasfröschen folgen die Molche, denn die und ihre Larven
fressen sich ersteinmal am Froschlaich satt. Schließlich, wenn der
Boden warm genug ist kommen auch die Erdkröten, diese sind im Gegensatz
zu ihren "Vorgängern" wirklich ortstreu: Sie laichen in dem Gewässer
wieder ab, indem sie selbst geboren sind. Nach der Balzzeit ziehen die
Tiere ab in ihre Sommerquartiere und überlassen ihren Nachwuchs sich
selbst. Die Jagdgebiete liegen auch in Gewässernähe, da Amphibien
auch durch die Haut atmen und diese entsprechend feucht halten müssen.
Außerdem sind Amphibien wechselwarm, was erklärt,
warum die Bodentemperatur so wichtig für die Kriechtiere ist.
Einheimische Arten
In Mitteleuropa kommen 26 Arten vor, in Deutschland 14
davon. In der Gemarkung Krofdorf-Gleiberg trifft man vor allem Berg- und
Teichmolch, Wasser-, See- und Grasfrosch und die Erdkröte an. Desweiteren
kommen Feuersalamander, Kammolch, Geburtshelferkröte (das Männchen
trägt die Eier bis zum Schlüpfen der Larven auf dem Rücken),
Gelbbauchunke und Kreuzkröte vor. Der Laubfrosch - noch vor etwa dreißig
Jahren an kleinen Tümpeln und Quellen am Gleiberghang anzutreffen
- ist aufgrund des Lebensraumverlustes ausgestorben.
Giftig ?!?
Giftig sind unsere einheimischen Amphibien eigentlich
nicht. Nur Kröten und Salamander sondern ein schwaches Sekret über
Drüsen in der Haut ab, damit sie von anderen Tieren nicht so gerne
gefressen werden. Gefährlich ist das nicht, man sollte sich aber dennoch
nach einem Kontakt die Hände waschen, denn in die Augen gerieben brennt
das Sekret sehr stark.
Und doch gibt es auch Arten, deren Sekret tödlich
giftig ist. Aber keine Angst, bei uns trifft man diese Gesellen höchstens
im Terrarium an. Es handelt sich um die verschiedenen Arten von Baumsteiger-
und Pfeilgiftfröschen, die im tropischen Regenwald leben. Aber sie
warnen durch ihre leuchtenden Farben vor einer Berührung mit ihnen.
Eine Injektion des Pfeilgiftes Curare bewirkt einen schnellen Lähmungstod.
Die Ureinwohner des Regenwaldes machen sich das Gift der Frösche für
die Jagd zunutze, indem sie mit Pfeilspitzen über die Haut der Amphibien
streichen. Daher der Name "Pfeilgiftfrösche".
Schutz
Alle einheimischen Amphibienarten stehen unter Naturschutz,
viele von ihnen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. Nicht nur
deswegen, sondern vielmehr weil Amphibien als relativ empfindliche Tiere
die Qualität der Natur anzeigen. Man bezeichnet sie wegen ihrer Signalfunktion
auch als "Indikatoren".
Um eine vorhandene Population, die bei ihrer Wanderung
aber eine Straße überqueren muß, aufrecht zu erhalten,
greift der Mensch ein: Amphibienzäune versperren den Tieren den Weg
zu ihrem Laichgewässer auf der anderen Straßenseite. Die Amphibien
können nun entweder durch angelegte Tunnel, die aber spezielle bauliche
Gegebenheiten aufweisen müssen, weiterziehen oder sie fallen in eingegrabene
Eimer. Diese werden dann morgens - wie am "Weiher Hirschsprung"- von Amphibienschützern
kontrolliert und die Tiere werden auf die andere Seite gebracht. Dabei
bietet sich natürlich eine Zählung der Tiere an, so können
leichter und genauer die Veränderungen des Bestands festgestellt werden.

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